Januar 9, 2020

Funktion Energydach

Das Dach besteht hauptsächlich aus handelsüblichem, beschichtetem Aluminiumblech in möglichst dunkler, gut die Solarstrahlung absorbierender Farbe sowie speziell geformten Aluminiumprofilen. Die Aluminiumprofile sind mit dem Dachblech durch gut wärmeleitende Klemmverbindungen verbunden und werden von einer Wärmeträgerflüssigkeit (Wasser mit Frostschutz) durchflossen. Dabei wird die Wärmeleitfähigkeit von Aluminium ausgenützt um die bei Sonneneinstrahlung entstehende Wärme an die Wärmeträgerflüssigkeit zu übertragen.
Auf den Aluminiumprofilen können auch problemlos Photovoltaikpanels oder auch transparente Abdeckungen zur Erhöhung des Temperaturniveaus montiert werden. Im Gegensatz zu Kunststoffkollektoren ist das System auch nahezu unempfindlich gegen Schnee, Eis und UV Strahlung. Das System ist auch vollständig skalierbar sodass jede Dachfläche vollständig genutzt werden kann.

Der Wirkungsgrad kann je nach Abstand der Profile und Blechdicke zwischen 20% (1000mm) und 45% (500mm) erreichen. Bei einem Wirkungsgrad von 25% ergibt sich bei einer jählichen Globalstrahlung von 1100KWh/m2 (z.B.Steiermark [3]) ein  jährliches Energiepotential von 275kWh/m2. Das wäre mehr als das Doppelte des Energiebedarfes von etwa 108 kWh/m2 den ein zweistöckiger Neubau mit einem Heizwärmebedarf von etwa 54kWh/m2 (OIB Richtlinie 6) an Heizwärme benötigt. Es kann also allein durch die Nutzung des Daches ein großer Teil der notwendigen Energie für Heizung und Warmwasser erzeugt werden.

 

prinzip eckel energydach

 

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Quellen:
[1] Solarenergie-Möglichkeiten, Grenzen und Potentiale (Smola, Cerveny, Rauchenberger)
Wien, 12/1991, UBA-BE-004 Berichte, Band 004, ISBN: 3-85457-157-7
[2] Erneuerbare Energie in Zahlen 2015, Broschüre des BMLFUW (auf Datenbasis 2014)
[3] Klimaatlas Steiermark Version 2.0 ZAMG